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"Die Urteilsbegründung ist eine Farce“
Kreisliga B I Der Trainer des Tabellenführers SG Baldenau Bischofsdhron, Matthias Vogt, spricht über ein Verbandsurteil und künftige Chancen seines Teams.

Seit knapp einem Jahr ist Matthias Vogt Trainer des B-Ligisten SG Baldenau. Seitdem der 57-Jährige die Vereinigten aus Bischofsdhron, Hinzerath und Hundheim übernommen hat, geht es bergauf  beim Kreispokalsieger von 2017. Vogt war einst Spieler des SV Morbach und feierte die Aufstiege von der B-Klasse bis in die höchste Verbandsspielklasse mit. Als Jugendtrainer verdiente sich der Familienvater und Polizeibeamte erste Sporen beim JFV Hunsrückhöhe. Nachdem verpassten Aufstieg in die Kreisliga A will der ehrgeizige Coach in der kommenden Saison wieder durchstarten, obgleich der in Rapperath  lebende B-Lizenz-Inhaber eine schwierigere Runde auf sein Team zukommen sieht.

Bis zur coronabedingt abgebrochenen Spielzeit war Ihre Mannschaft Tabellenführer und ist dennoch nicht aufgestiegen. Wie groß ist Ihre Enttäuschung?

VOGT Riesengroß. Das Urteil des Verbandsspielausschusses bezog sich ausschließlich auf die  Quotientenregelung – weitere Erläuterungen gab es nicht. Die Begründung ist eine Farce für mich. Wir müssen sie zwar akzeptieren, doch durch dieses Urteil wurde unser Vertrauen in die Verbandsfunktionäre nachhaltig gestört. Der Verband hat sich engstirnig, ohne Fingerspitzengefühl und unfair gezeigt. Denn es war ja eine besondere Situation in der Klasse, zumal drei Spiele zwischen Hilscheid und Gonzerath abgesagt worden sind.

Bereits im Winter haben Sie Ihre Zusammenarbeit mit der SG verlängert. Warum so früh?

VOGT  Das ist auf den einfachen Nenner zu bringen: Weil  das gesamte Mannschaftsgefüge stimmt und ich keinen Grund gesehen habe, nicht weiterzumachen. Es hat von Anfang an Riesenspaß gemacht.

Was ist das Besondere an der SG Baldenau?

VOGT Das sind viele Faktoren: Der mannschaftliche Zusammenhalt stimmt, wir haben einen gut funktionierenden Vorstand. Zu allen hat man einfach einen guten Draht. Ich bekomme viel Unterstützung von außen. Es ist wie eine größere Familie.

Sind gelten eher als ruhiger Vertreter an der Seitenlinie oder wird es doch schon mal laut, wenn es nicht richtig läuft?

VOGT Ich kann auch schon mal laut werden, wenn ich der Ansicht bin, dass einige es schleifen lassen oder sich nicht an taktische Vorgaben gehalten wird. Auch Dinge, die außerhalb des Platzes passieren, sehe ich kritisch und spreche sie an.

Und privat?

VOGT Da bin ich ein ruhiger Vertreter und offen für alles. Da würde ich mich durchaus als Familienmensch bezeichnen.

Sie sind bei der SG Baldenau angetreten, den personellen Umbruch zu bewältigen. Welche Erfahrungen haben Sie in der abgelaufenen Saison gemacht?

VOGT Sehr gute, denn die neuen Spieler haben sich gut integriert, Langzeitverletzte hatten wir zum Glück nicht. Zudem hat sich die Mannschaft mit dem Umbruch gut arrangiert und hält unglaublich gut zusammen. Leider sind wir in unserer Entwicklung durch Corona arg ausgebremst worden.

Inzwischen sind Sie durch Ihren beruflichen Wechsel von Morbach zur Hochschule der Polizei auf dem Hahn nicht mehr von Schichtarbeit betroffen. Welche Vorteile ergeben sich daraus?

VOGT Es ergibt sich wesentlich mehr Zeit für die Trainingsgestaltung. Das ist ein großer Vorteil. So kann ich mehr im taktischen Bereich arbeiten, vor allem im Umschaltspiel in beide Richtungen. Ich weiß, was die Mannschaft kann und was nicht.

Als Spieler haben Sie viel erreicht, sind mit dem SV Morbach vier Mal aufgestiegen - bis in die Verbandsliga. Was geben Sie als Trainer der jungen Generation generell mit auf den Weg?

VOGT Als junger Spieler sollte man immer wissen, was man will und wohin man will. Jeder junge Mensch sollte seine Ziele kennen. Der Fußball hat mich durch meine aktive Zeit sehr geprägt. Auch ich hatte Trainer, von denen ich viel fürs Leben gelernt habe, was Disziplin, Willen und Durchsetzungsfähigkeit betrifft. An dieser Stelle muss ich Fritz Fuchs nennen, der mich über viele Jahre hinweg geprägt und begleitet hat.

Pascal Zurgeihsel wird Ihre Mannschaft verstärken. Wie ist sein Wechsel aus Idar-Oberstein zu bewerten

VOGT Pascal hat im JFV Hunsrückhöhe und beim SV Morbach Rheinlandliga gespielt und ist vorigen Sommer nach Idar gewechselt in der Hoffnung, dass er in der Verbandsligamannschaft eine Chance bekommt. Er hat dann im Landesligateam gespielt. Durch private Kontakte zu Spielern kamen wir zusammen. Pascal ist ein sehr zweikampfstarker Spieler, den ich eher im defensiven Bereich sehe. Er wird uns enorm verstärken.

Wie schätzen Sie die Chance ein, in der neuen Saison ähnlich erfolgreich abzuschneiden?

VOGT Es wird nicht leicht werden, weil wir Abgänge kompensieren müssen. Andere Vereine haben auch aufgerüstet. So wird uns Danny Schömer Richtung Morbach und Kevin Händel zur SG Sohren verlassen. Matthias Thees (neben Händel ein weiterer Torwart, d. Red.) hört aus privaten Gründen ebenso auf wie Tobias Gutweiler. Anthony Pizzuti pausiert aus beruflichen Gründen.

Härtefälle abgeschmettert: Enttäuschung im Hunsrück
Fußballverband lehnt Anträge von der SG Baldenau, der SG Hilscheid/Gielert und von der DJK Pluwig-Gusterath ab – Wasserliesch II steigt auf – Offene Fragen in Trier-Saarburger D-Ligen.

Tabellenführer war sie zum Zeitpunkt des coronabedingten Abbruchs Mitte März in der Mosel-Kreisliga B I. Ein Aufstieg bleibt der Mannschaft der SG Baldenau Bischofsdhron aber nun wohl verwehrt. Dem Antrag auf Härtefall gab der Spielausschuss des Fußballverbandes Rheinland (FVR) nicht statt. Auch die Hoffnungen der hinter Aufsteiger SV Gonzerath auf Rang drei rangierenden SG Hilscheid/Gielert sind gegen Null gesunken: Aus Koblenz kam hier ebenso eine Ablehnung, wie für die DJK Pluwig-Gusterath II. Der Mosel/Hochwald-C-Ligist hatte darum gekämpft, als Zweiter gemeinsam mit der SG Ruwertal II aufsteigen zu dürfen. Noch offen ist dagegen, ob die in den Trier-Saarburger D-Liga-Staffeln auf Platz zwei notierten SV Trier-Irsch II (Trier/Eifel) und TuS Reinsfeld II (Mosel/Hochwald) hoch dürfen. „Hier liegt ein Antrag aus dem Kreisvorstand Trier-Saarburg vor, auch die Zweiten aufsteigen zu lassen“, bestätigt Bernd Schneider, der Spielausschussvorsitzende des FVR. Dem Vorhaben des Kreises, die zahlenmäßig verhältnismäßig dünn besetzten C-Ligen mit einer erhöhten Anzahl von Aufsteigern aufzufüllen, steht der Mitte Mai gefasste Beschluss des FVR-Beirates gegenüber, dass grundsätzlich nur ein Team pro Staffel aufsteigt. Im Laufe der kommenden sollen im Spielausschuss die Beratungen dazu forciert werden, sagt Schneider auf FuPa-Anfrage.

Um die absolvierten Spiele der Teams ins Verhältnis zu den erzielten Punkten zu bringen, sieht der Verband eine Quotientenregelung vor. Deshalb war in der C-Klasse Saar der auf Rang vier postierte SV Viktoria Wasserliesch/Oberbillig II (24/12/2,0)  mit dem Ersten von der SG Wiltingen/Oberemmel (26 Punkte/13 Spiele/Quotient: 2,0) gleichauf. Da bei einer solchen Konstellation  auch zwei Mannschaften aufsteigen dürfen, bekam Wasserliesch dieses Recht eingeräumt. Nach interner Beratung gab der Club von der Obermosel nun Grünes Licht und meldete bei Kreissachbearbeiter Bernd Hurth an, auch tatsächlich nächste Saison eine Etage höher antreten zu wollen.

"Schlichtweg sauer" ist Daniel Clemens. Der Fußball-Abteilungsleiter der DJK Pluwig-Gusterath fordert vehement ein Aufstiegsrecht für die eigene zweite Mannschaft ein. Diese rangiert in der Abbruch-Tabelle der C-Liga Mosel/Hochwald zwar sechs Punkte hinter der SG Ruwertal II, hat aber auch zwei Spiele weniger absolviert. Vom Quotienten her liegt die DJK II (2,229) nur knapp hinter der Bezirksliga-Reserve (2,375). "Wir werden in jedem Fall Beschwerde gegen diesen Beschluss einlegen und gehen notfalls durch alle Instanzen", kündigt Clemens an. In einer Staffel mit 13 Teams sei es naturgemäß, dass Mannschaften bis kurz vor Saisonschluss nicht alle den gleichen Stand an absolvierten Spielen hätten. "Und wenn unsere Partie gegen Rascheid II witterungsbedingt ausfällt, können wir doch auch nichts dafür." Aufgrund des Restprogramms sei die Chance, am Ende ganz oben zu stehen, sehr gut gewesen, so Clemens. Nicht verstehen kann er, dass mit Wasserliesch II der C-Liga-Saar-Vierte noch aufsteigen darf: "Dabei haben sie mit 2,0 einen niedrigeren Quotienten als wir." Verwundert  sind sie nicht nur in Pluwig und Gusterath über die Zustellung des Bescheids per E-Mail in der Nacht von Freitag auf Samstag (23.06 Uhr). Dass der Beschluss im Verbandsspielausschuss einstimmig erfolgt sei, regt Clemens auf: "In diesem Gremium ist auch der Kreis Trier/Saarburg vertreten. Und von dieser Seite hieß es immer, dass man sich für uns einsetzt." Nach einer starken Saison sieht der DJK-Fußballchef die zweite Mannschaft um den Lohn der Mühen gebracht. Clemens befürchtet sogar, dass einige Akteure nun Motivationsprobleme haben, einen neuen Anlauf in der C-Liga zu unternehmen. "Und Leute bei uns zu fragen, sich mit Turnierteilnahmen oder Sammelaktionen in irgendeiner Weise noch für den Fußballkreis einzusetzen, muss ich jetzt wohl auch nicht mehr."

Blankenrath überlegt noch

Aufstiegsberechtigt ist in der Mosel-C-II-Liga neben der SG Veldenz/Burgen II auch der punktgleiche SV Blankenrath II. Ob die Hunsrücker hoch wollen, ist noch offen. Vorsitzender Frank Sabel will die Entscheidung von einem Treffen mit der Mannschaft und personellen Planungen abhängig machen.

Enttäuscht sind sie nach dem abgeschmetterten Härtefallantrag insbesondere bei B-I-Ligist SG Baldenau Bischofsdhron. Aus 16 Partien hatten die Hunsrücker 38 Punkte erzielt (Quotient: 2,375). Dahinter liegt Gonzerath mit nur 37 Zählern – aber aus 15 Spielen. Das macht einen Quotienten von 2,466.

Ärger über Schreiben

Abgesehen von dem geringen Unterschied legte Baldenaus Vorstand Achim Welgen bereits am 11. Mai in dem Antrag Gründe dar, warum man sich ebenfalls aufstiegsberechtigt sah. Hier argumentierte er unter anderem, dass  Gonzerath und Hilscheid ein Spiel weniger ausgetragen hätten – und zwar just das direkte Duell: „Egal, wie dieses  ausgegangen wäre, wären wir in jedem Fall Erster oder Zweiter in dieser Staffel geblieben und hätte somit unabhängig von der Quotienten-Regelung bei gleicher Spielanzahl die Aufstiegsmöglichkeit gehabt.“ Das Spiel sei zudem nicht zeitnah ausgetragen, sondern gleich zum vierten Mal (!) angesetzt gewesen.

Auf diese Argumentation geht der FVR in seinem bereits am vergangenen  Montag gefassten und den Vereinen mit Schreiben vom Freitagabend zugestellten Beschluss aber nicht ein. In der FuPa vorliegenden Begründung wird lediglich auf die Anwendung der Quotientenregelung verwiesen. „Dass wir einen etwas schlechteren Quotienten haben als Gonzerath, wusste ich schon vorher. Im Schreiben steht nichts Neues drin“, moniert Achim Welgen.

Auf FuPa-Anfrage sagt Spielausschusschef Schneider: „Ob es zu Spielausfällen kam, konnten wir bei den Härtefallregelungen nicht berücksichtigen. Es kann keiner was dafür, wenn Spiele abgesagt werden müssen.“

Gegen den FVR-Beschluss können die Vereine nun binnen sieben Tagen beim FVR-Präsidium vorgehen. Doch weder bei der SG Baldenau, noch in Gielert und Hilscheid (36 Punkte/15 Spiele/Quotient: 2,4) planen sie im Gegensatz zu Pluwig/Gusterath, aber aktuell, die Instanzen weiter zu bemühen. „Wir denken eher nicht an eine Beschwerde“, heißt es sowohl von Welgen, wie auch vom Gielert/Hilscheider Sprecher Kevin Kohl.

Perfekt: Fußball-Saison ist am Grünen Tisch beendet
Der Verbandsbeirat hat die Runde wegen der Corona-Pandemie abgebrochen. Während kein Team aus den Amateurligen absteigen muss, dürfen die Ersten aufsteigen – grundsätzlich. In knappen Angelegenheiten muss nun der Verband indes noch Härtefallregelungen treffen.

Am Ende ging alles ganz schnell:  In einer nur rund zweistündigen, virtuellen Sitzung hat der Beirat des Fußballverbandes Rheinland (FVR) am Samstag Vormittag einstimmig dafür votiert, dass die Saison bei den Herren-, Frauen und der Jugend von den jeweiligen Rheinlandligen bis hinunter in die Kreisligen aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie mit sofortiger Wirkung abgebrochen wird.

Damit stehen grundsätzlich die Tabellenersten als Aufsteiger fest. Maßgebend ist der Zeitpunkt des (ersten) Abbruchs am 13. März. Sportliche Absteiger sieht das vom FVR-Präsidium vorgeschlagene und in einer Abstimmung von 83,5 Prozent aller teilnehmenden Vereine akzeptierte  Konzept keine vor – es sei denn, Mannschaften, die am Tabellenende stehen, wollen sich freiwillig in die niedrigere Klasse zurückziehen. Verzichtet der Spitzenreiter auf den Sprung in die nächsthöhere Liga, soll es keinen Nachrücker geben.

Ist der Tabellenerste indes nicht aufstiegsberechtigt, weil die obere Mannschaft desselben Vereins in der betreffenden Klasse spielt, steigt an seiner Stelle die nächstplatzierte Mannschaft auf. So etwa in der Mosel-Kreisliga C I: Die SG Altrich II darf trotz ihrer souveränen Tabellenführung nicht hoch, weil die erste Garnitur in der B-II-Klasse spielt. Nachrücker ist der SV Hetzerath II, dessen erste Mannschaft nun aus der B- in die A-Klasse aufsteigt. Die SG Zell II auf Rang drei hat die gleiche Anzahl an Punkten, aber eine Partie mehr ausgetragen.

Offene Fragen um den Rheinland- und die Kreispokale

Mit dem Antrag auf Abbruch der Saison bezieht sich das Präsidium des FVR auf den Beschluss des DFB-Vorstandes vom 3. April. Danach können die Landesverbände für den Fall, dass die Spielrunde aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht zu Ende gespielt werden kann, flexible Regelungen für den Abbruch und die Wertung der Spielrunden beschließen.

Entgegen früherer Ankündigungen aus Verbandskreisen gibt es nun doch noch keine klaren Entscheidungen, was die Pokalrunden auf Rheinland- und Kreispokalebene angeht. Und das nach FuPa-Informationen vor allem, um eventuell doch noch die vollen Leistungen gegenüber Namenssponsor Bitburger erbringen zu können. So heißt es nun, dass das Präsidium „auf Vorschlag der jeweiligen spieltechnischen Ausschüsse zu gegebener Zeit über die Fortsetzung des Kreispokals bzw. über die Teilnahme der Kreismannschaften an der Rheinlandpokalrunde 2020/2021 entscheidet“. Auch ob beziehungsweise wann die verbleibenden Partien des Bitburger Rheinlandpokals 2019/20 ausgetragen werden, stehe noch nicht fest.

Eventuell gelingt es noch, die verbleibenden Spiele in Turnierform, womöglich vor Saisonbeginn auszutragen. Sollte aber der Spielbetrieb dann noch weiterhin ruhen müssen, würde der Kreispokal beendet und alle Mannschaften nähmen am Rheinlandpokal teil. Das wären dann ohne die Bezirksligisten 61 Mannschaften", berichtet Walfried Hacken, Vorsitzender des Fußballkreises Eifel.

Sein Kollege aus dem Kreis Mosel, Walter Kirsten, sagt zum eindeutigen Abstimmungsergebnis: "Es gab unterm Strich für uns keine andere Entscheidung, als den Abbruch herbeizuführen. Das war das klare Stimmungsbild unter den Vereinen – und nicht etwa, die Saison im Herbst zum Beispiel fortzuführen." Neben den Vorsitzenden der neun FVR-Kreise und weiteren Vertretern aus diesen gehören dem Beirat auch die Präsidiums- und Ehrenmitglieder des Verbands an.

Verband entscheidet über Härtefälle

„Eine absolut gerechte Lösung“, weiß Kirsten, „gibt es in einer solch außergewöhnlichen Phase wie der Corona-Krise, die wohl nur einmal in 100 Jahren vorkommt, nicht“. Dabei hätte sich das FVR-Präsidium „sehr viele Gedanken gemacht“.

Einige Vereine sehen sich in Aufstiegsrennen um ihre Chance gebracht, zumal hier und da aufgrund von Spielausfällen die Tabellen ein diffuses Bild aufweisen.

Liegen Teams wie etwa in der A-Klasse Mosel mit dem SV Zeltingen-Rachtig und der SG Mont Royal Enkirch punktgleich und nur durchs Torverhältnis getrennt an der Tabellenspitze, steigen beide auf. Das sieht die Abstimmung des Beirates ebenso vor, wie die Regelung, keine Relegationsspiele durchführen zu lassen. Anders im Jugendbereich: Hier können „zur Ermittlung von Aufsteigern nach Wiederaufnahme des Spielbetriebes Relegationsspiele durchgeführt werden. Daran kann bei Verzicht des Tabellenersten der jeweilige Tabellenzweite und bei dessen Verzicht der Tabellendritte teilnehmen“, heißt es in einer Mitteilung des FVR.

Härtefallregelungen könnten hier und da greifen. Das haben FVR-Verantwortliche in Gesprächen mit FuPa während der vergangenen Wochen immer wieder durchblicken lassen. Mehr als nur einen Aufsteiger wird es so voraussichtlich in der Mosel-B-I-Liga geben. Die SG Baldenau Bischofsdhron führt zwar mit 38 Punkten aus 16 Spielen (2,375 Zähler pro Spiel)das Klassement an, würde aber bei der vom FVR im Falle von schiefen Tabellenbildern angewandten Quotientenregelung  hinter den SV Gonzerath (2,466) auf Rang zwei zurückfallen. Knapp dahinter liegt die SG Hilscheid/Gielert (36 Punkte/15 Spiele/2,4).

Baldenaus Vorstand Achim Welgen sieht deshalb bei seiner Spielgemeinschaft einen Härtefall: „Der Tabellenzweite Gonzerath und der Tabellendritte Hilscheid haben ein Spiel weniger ausgetragen, dass sie hätten gegeneinander bestreiten müssen. Und egal, wie dieses  ausgegangen wäre, wären wir in jedem Fall Erster oder Zweiter in dieser Staffel geblieben und hätte somit unabhängig von der Quotienten-Regelung bei gleicher Spielanzahl die Aufstiegsmöglichkeit gehabt.“ Hinzu komme, dass die fehlende Austragung dieses Verfolgerduells seines Erachtens nicht der Spielordnung des Fußverbandes Rheinland entspreche: „Das Spiel wurde nicht zeitnah ausgetragen, sondern vier Mal neu angesetzt.“

Über den Baldenauer Antrag, den Welgen dem FVR bereits zukommen gelassen hat, muss nun der Spielausschuss des Verbands entscheiden. Eine Beschwerde dagegen verhandelt das Präsidium.

Hilscheid/Gielert plant nach Angaben von Spieler und Vorstandsmitglied Kevin Kohl keinen Antrag auf eine Härtefallregelung: „Es ist zwar schade, weil wir gegen Gonzerath nicht mehr ran durften, wir akzeptieren das aber so. Wir liegen nun mal punktemäßig hinter Gonzerath.“

Knapp geht es auch in der C-Liga Mosel/Hochwald zu: Nach Angaben des Trier/Saarburger Kreisvorsitzenden Hans-Peter Dellwing hat die DJK Pluwig-Gusterath II (32 Punkte/14 Spiele/Quotient: 2,286) einen Antrag in Koblenz gestellt, neben Spitzenreiter Ruwertal II (38 Punkte/16 Spiele/Quotient: 2,375) aufsteigen zu dürfen.

Start der neuen Saison steht wegen Corona völlig in Sternen

Da derzeit völlig offen ist, wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden darf, hat der FVR noch keine Regelungen für die neue Spielzeit getroffen – auch, was den Zeitpunkt des Saisonstarts und eventuelle Änderungen im Spielmodus angeht.

Was den Start in die neue Saison angeht, hofft der Speicherer Coach Wagener, dass „es nicht erst in einem halben Jahr wieder richtig losgeht“. Er befürchtet, dass „dann vielleicht zehn oder gar 20 Prozent der Amateurkicker aufhören, weil sie „völlig aus dem Rhythmus sind und den Bezug zum Fußball eventuell verloren haben könnten“.

Wenig Hoffnung hat Mosel-Kreisvorsitzender Kirsten, was eine schnelle Rückkehr auf den Platz angeht. „Ich glaube kaum, dass das vor Oktober was wird. Das Virus ist noch nicht besiegt. Und die Gesundheit geht einfach vor.“

Beirat des FVR hat entschieden: Saison 2019/20 wird abgebrochen

Am heutigen Samstag, dem 16. Mai, hat der Beirat des Fußballverbandes Rheinland auf Antrag des FVR-Präsidiums eine Entscheidung über den weiteren Verlauf der Saison 2019/20 getroffen. Das nach dem Verbandstag höchste Gremium des FVR – das sich aus dem Verbandspräsidium, den Kreisvorsitzenden und je Kreis einem Beisitzer zusammensetzt – sprach sich einstimmig und ohne Enthaltung für einen Abbruch der Saison 2019/20 mit den jeweils am 13. März 2020 geltenden Tabellenständen aus. Die Entscheidung deckt sich mit dem Meinungsbild, das der FVR vor drei Wochen bei seinen Vereinen eingeholt hatte und im Rahmen dessen 83,5 Prozent der teilnehmenden Vereine für einen Abbruch der Saison votierten. Sie gilt sowohl für die Senioren und Frauen als auch für die Juniorinnen und Junioren.

Mit dem Antrag auf Abbruch der Saison bezieht sich das Präsidium auf den Beschluss des DFB-Vorstandes vom 03.04.2020. Danach können die Landesverbände für den Fall, dass die Spielrunde aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie nicht zu Ende gespielt werden kann, in Abweichung von dem allgemeinverbindlich zu beachtenden § 4 Nr. 2 DFB-SpielO flexible Regelungen für den Abbruch und die Wertung der Spielrunden beschließen.

Des Weiteren legte der Beirat fest, wie die Regelung hinsichtlich der auf- und absteigenden Mannschaften aussehen wird. Soweit den unten aufgeführten Regelungen Vorschriften der Spielordnung oder der Jugendordnung entgegenstehen, werden diese bis zum 30. Juni 2020 außer Kraft gesetzt.

Aufstieg:
1. Aufsteiger ist der jeweilige Tabellenerste. Bei unterschiedlicher Anzahl von Spielen des Tabellenersten und Tabellenzweiten richtet sich der Tabellenstand grundsätzlich nach dem Quotienten „Anzahl erreichter Punkte geteilt durch Anzahl ausgetragener Spiele“.


2. Bei Punktgleichheit – erforderlichenfalls unter Berücksichtigung des vorgenannten Quotienten – zwischen dem Tabellenersten und dem Tabellenzweiten steigen beide Mannschaften auf.

3. Der nach der Auf- und Abstiegsregelung jeweils aufstiegsberechtigte Verein/die SG kann auf das Aufstiegsrecht verzichten und in der bisherigen Klasse bleiben, ohne dass dadurch eine in der Tabelle nachfolgende Mannschaft aufstiegsberechtigt wird.

4. Ist der Tabellenerste nicht aufstiegsberechtigt, weil die obere Mannschaft desselben Vereins in der betreffenden Klasse spielt (§ 5 Nr. 4 S. 2 SpielO), steigt an seiner Stelle die nächstplatzierte Mannschaft auf.

Abstieg:
1. Es gibt keinen obligatorischen Absteiger.


2. Verzichtet ein sich auf einem Abstiegsplatz befindlicher Verein auf den Verbleib in der Klasse, wird die Mannschaft in die nächstuntere Klasse eingeteilt. Für die Feststellung der Abstiegsplätze gilt bei Punktgleichheit und/oder unterschiedlicher Anzahl von Spielen die im Punkt Aufstieg unter 1. und 2. genannte Regelung entsprechend.

Relegationsspiele werden nicht ausgetragen.

Quelle: FV Rheinland

Auch Trainingsbetrieb ruht

Aufgrund der aktuellen Entwicklungen bezüglich des Coronavirus wird das Training, auch aus Präventionsgründen, bis auf Weiteres eingestellt.

 

 

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