SG Baldenau - SG Steinberg-Deckenhardt/Walhausen 2:3
Baldenau und die Schlussminute - ein Trauerspiel ohne Nachsicht aufs SGB-Gemüt !
 
Unter sommerlichen Bedingungen traf unsere SGB an diesem Abend auf einen saarländischen Gegner aus Steinberg, der sich voll der Offersive verschrieb, was unserer Elf zunächst gar nicht schmeckte. Steinbergs Aussen standen extrem hoch und verweigerten grundsätzlich ihre Defensivarbeit, was sich nicht rächen konnte da die SGB ohne Alternative den Weg zum Steinbergtor durch die Mitte suchte und ihr Flügelspiel nicht stattfand. Aber auch in der Defensive agierte man, wie in der Vorwoche, ohne Konsequenz. Man verzichtete auf den langen Ball bei Drucksituationen und lud so den Gegner zum aggressiven Pressing ein, so das man schnell mit 0:2 ins Hintertreffen gelangte ! 
Danach besann man sich wieder, nutzte die komplette Breite des Spielfeldes und setzte seine Flügel ein. Ebenso bewies man wiederum eine tolle Moral und drängte den Gegner somit in seine eigene Hälfte. Angetrieben von den Gebrüdern Eck in der offensiven Mittelfeldzentrale, rollte nun Angriff über Angriff aufs Steinberger Gehäuse. Steinbergs Schlussmann geriet immer mehr in den Fokus des Spiels und bewies mehrmals sein Können und rettete fürs Erste die komfortable Steinberger Führung.
Michael Eck fand in der Strafraummitte Christoph Petry, der im Stile eines klassischen Strafraumstürmers sich durch die Abwehrreihen wühlte und zum finalen Abschluss ansetzte, dabei jedoch rüde gelegt wurde - Elfmeter.
Der Gefoulte verwandelte den Penalty selbst mit brachialer Wucht, so das die Handgelenke von Steinbergs Keeper wie Scharniere nach hinten klappten - das 1:2 !
Der Baldenauer Einbahnstrassenfussball ging nun weiter, man schnürte den wesentlich jüngeren Gegner  in seiner Spielhälfte ein und drückte mit Vehemenz auf den Ausgleich. Mehrere Versuche blieben erfolglos, bis Timo Marx zur Vollspannramme ausholte, die die Seismographen in der Umgebung wohl ausschlagen lies. Andreas Mettler legte 30 Meter vorm saarländischen Kasten auf Timo ab, der aus dieser Distanz selbstbewusst abzog und das Spielgerät unhaltbar im linken oberen Winkel zum 2:2 im Steinberger Kasten einschlagen lies !
Wenig später ertönte der Halbzeitpfiff !
Auch in der zweiten Hälfte war man das bessere Team und hatte mehrmals die Führung auf dem Schlappen, doch wie sooft ging man allzu sorglos mit seinen Chancen um, so das Steinbergs Schlussmann seine Farben im Spiel halten konnte. Thomas Eck, Michael Eck, Christoph Petry, sie alle scheiterten aussichtsreich vor dem saarländischen Kasten.
Michael Eck schickte mit einem feinen Pass Christoph Petry auf die Reise, der nun alleine zum vermeintlichen Führungstreffer aufs saarländische Tor unterwegs war und dabei vom letzten Steinberger Abwehrspieler gelegt wurde, also eine glasklarer Platzverweis ! Aber der saarländische Referee lies Gnade walten, pfiff den fälligen Freistoss, lies aber den angezeigten roten Karton in der Tasche. Der anschliessende Freistoss strich, zum Ärger der anstürmenden SGB, nur knapp über die saarländische Latte.
Als man sich schon mit den Remis arrangierte, kam der zweite grosse Auftritt des saarländischen Schiedsrichters. Eine Steinbergflanke wurde von Marko Staudt sauber geklärt. Bei diesem Klärungsversuch lies sich ein Steinberger Angreifer einfach in Markos Körper fallen. Also klares Offensivfoul und normalerweise Freistoss Baldenau ! Aber Saarlands Fussballregeln legen anscheinend diese Situation völlig anders aus, so das der Unparteiische auf Strafstoss für Steinberg entschied - 2:3 ! Unglaublich !!! In den letzten 60 Sekunden warf die SGB nochmal alles nach vorne und schaffte fast noch den Ausgleichtreffer, aber Steinbergs Torwart krönte seinen guten Tag mit dem letzten Safe in dieser Partie.
 
Fazit:
Was ist so Schlimmes an einem Befreiungsschlag in einer Drucksituation im eigenen Strafraum ? Die löwsche Fussballphilosophie, den Ball spielerisch zu klären, scheint nun auch in Baldenaus Reihen angekommen zu sein, jedoch mit der Folge, das man den Gegner zum sicheren Torschuss einlädt. Dieses Phänomen lässt aber ausschliesslich in der Anfangsphase einer Partie feststellen, so das noch Hoffnung besteht, dieses Fehlverhalten gänzlich abstellen zu können.
Das und ein saarländischer Schiedsmann waren die Zutaten für die wiederholt knappe Niederlage gegen einen qualitativ schlechteren Gegner in der verdammten Schlussminute !
Bleibt zu erwähnen, das unsere Merscheider Neuzugänge Christoph Petry und Timo Marx, der mit einer wahnsinnigen Granate seine Visitenkarte abgab, wie eine Bombe einschlugen ! Das gibt Hoffnung, das man in der nächsten Woche gegen Simmern zuhause den berühmten Bock umstossen kann.
Aufstellung:
Justin Derigs, Marko Staudt, Simon Schwarz, Michael Wagner, Andreas Mettler, Alexander Nauerth, Joachim Legrand, Michael Eck, Thomas Eck, Christoph Petry, Timo Marx, Klaus Bauer, Ingo Erz